Donnerstag 21. August 2008


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styriarte 2008 - Alles fließt

Lexikon

styriarte (lat.-ital.), die, sommerliche Musikfestspiele der Steiermark

Die Geschichte

Die styriarte wurde 1985 ins Leben gerufen. Stand Johann Sebastian Bach im Mittelpunkt des ersten Festspieljahres, so waren die Programme in den folgenden Jahren Monteverdi, Haydn, Schubert, Mozart, Beethoven und Mendelssohn gewidmet. Seit 1992 stellt die styriarte ihr Programm in thematische Zusammenhänge wie „Sommer Nacht Traum“, „Raum und Klang“, „Brüche und Brücken“, „Spuren des Mythos“ oder „Einfach klassisch!“. 1998/99 hat die styriarte mit „Verlorenes Paradies?“ und „Erklär mir, Liebe“ einen neuen, groß angelegten Themenreigen begonnen, der im Jahr 2003 mit „Die Macht der Musik“ seinen Abschluss gefunden hat. 2004 („Von Zeit zu Zeit“), 2005 („Sinnlich“) und 2006 („Endlich glücklich“) begann die styriarte, Modelle der Welterklärung zu hinterfragen. die styriarte 2007 war dem Thema Europa gewidmet („Wanted: Europa“), während sich die styriarte 2008 unter dem Motto „Alles fließt“ mit dem Wasser beschäftigt.

Cavalieris Rappesentatione di Anima e di Corpo: Gordi Savall und Freunde          Nikolaus Harnoncourt und Beethoven in der Helmut-List-Halle 2007

Thema 2008

styriarte 2008: Alles fließt
27. Juni bis 27. Juli 2008

styriarte 2008 blättert in den musikalischen „Seestücken“ des Barockzeitalters und malt ein Fresko entfesselter Urgewalten.

Das „Mare nostrum“ der Römer, das Meer, in dem auch Kreta liegt, liefert dem Festival einen dritten Erzählstrang: So wie die griechischen Heimkehrer aus Troja vom Zorn der Götter in alle Himmelsrichtungen verstreut wurden, so verschlug es auch die sephardischen Juden an alle Küsten des Mittelmeers. Jordi Savall erzählt ihre Geschichte. In einem zweiten Programm verfolgt er den Weg der spanischen Armada bis vor Englands Küste. Wir hören vom Sieg eines englischen Seehelden in Ägypten und vom Mythos des „Jungbrunnens“ in der mediterranen Welt.

Weniger mythisch geht es hierzulande zu, wo Flüsse und Seen, Brunnen und Quellen die Menschen mit Trinkwasser versorgen. Heilsam wirken sie auf Körper und Seele, wie es auch Komponisten immer wieder erfahren haben: Bach in Karlsbad, Brahms am Thuner See, Schubert in Bad Gastein. Gerade den Romantikern wurden Bäche und Seen zum Sinnbild für Lebensglück und Menschenschicksal. Bei Franz Schubert ist alles im Fluss: die Launen der „Forelle“ und der „Schönen Müllerin“, die himmlischen Längen seiner späten Kammermusik.

„Nicht Bach, sondern Meer sollte er heißen.“ Dem großen Komponisten mit dem Wasser im Namen widmet die styriarte einige Kapitel ihres Programms. Und sie geht den Mythen des Meeres im Kino nach. Für die letzte styriarte-Woche verwandelt sich dann die Helmut-List-Halle selbst in ein Schiff, in die S.M.S styriarte“.

„Alles fließt“ – im Leben wie bei der styriarte 2008.


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Weiter Informationen & Karten:
www.styriarte.com


(Quelle: Text & Abb. "styriarte 2008 - Steirische Kulturveranstaltungen gmbH.")